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06.07.2018

Firma Werkstück gehört zu Berlins besten Ausbildungsbetrieben

Die IHK Berlin und die Handwerkskammer zeichnen die Werkstück Raumgestaltung und Versorgungstechnik GmbH für ihre hervorragende Betreuung von Azubis und Praktikanten aus.

Nahmen für Werkstück die Urkunde entgegen (v.l.n.r.): Sandra Farfan Lazo, Mitarbeiterin im Innendienst, Lehrling für Büromanagement Dominic Gierczyk und Paula Bellmann, Leiterin Innendienst

Die Werkstück Raumgestaltung und Versorgungstechnik GmbH ist einer von Berlins besten Ausbildungsbetrieben 2018. Die Industrie- und Handelskammer zu Berlin und die Handwerkskammer Berlin ehrten die zur Immanuel Diakonie gehörende Firma für ihre beispielhafte Integration von jungen Menschen, die bei der Suche nach einem Praktikum oder einer Lehrstelle oft größere Hürden überwinden müssen, unter anderem Jugendliche mit Migrationshintergrund aus vielen verschiedenen Ländern.

Den Preis erhalten Unternehmen für besonders engagierte Nachwuchsförderung. Mehr als 70 Unternehmen aus Berlin oder mit Standorten in Berlin hatten an dem Wettbewerb teilgenommen. Die Berliner Senatorin für Arbeit, Integration und Soziales, Elke Breitenbach, gehörte zur zehnköpfigen Jury, die die Gewinner ausgewählt hatte.

In den 1990er Jahren aus einem Berufsorientierungsprojekt entstanden, ist das Unternehmen Werkstück Raumgestaltung und Versorgungstechnik heute ein Handwerksbetrieb mit einem Dienstleistungsangebot rund um das Gebäude. Daher bildet das Unternehmen in den Bereichen Sanitär, Heizung und Klima, Elektronik, Klempner, Maler und Lackierer bis zum Dachdecker aus. „Dabei geben sie insbesondere jungen Menschen eine Chance, die auf die ‚schiefe Bahn‘ geraten sind. Sie unterstützen sie nicht nur bei der beruflichen Ausbildung, sondern insbesondere bei der Eingliederung in die Gesellschaft“, heißt es unter anderem in der Begründung der Auszeichnung für Werkstück.

Im Praktikum herausfinden, welcher Beruf der richtige ist


Die Ehrung nahmen Paula Bellmann, Leiterin Innendienst, Sandra Farfan Lazo, Mitarbeiterin im Innendienst und Dominic Gierczyk, Lehrling für Büromanagement, für die Fima entgegen. Paula Bellmann ist erste Ansprechpartnerin für die Praktikanten und Auszubildenden in allen Alltagsbelangen. „Ob die Jugendlichen eine Arbeitshose brauchen oder eine Wohnung oder Unterstützung bei Anträgen, sie können immer zu mir kommen. Auch, wenn sie mal eine Nacht durchgefeiert haben und zu müde zum Arbeiten sind, können sie das mit mir besprechen. Solange sie ehrlich sind, finden wir für alles eine Lösung. Uns ist es wichtig, dass sie im Leben zurecht kommen“, betont Bellmann.

Werkstück bietet auch Langzeitpraktika von einem halben Jahr an, damit die Jugendlichen die unterschiedlichen Handwerke und das Büromanagement kennenlernen können. „Wir geben ihnen Zeit, herauszufinden, welcher Beruf zu ihnen passt, aber auch, ob sie das überhaupt schaffen, jeden Tag früh aufzustehen und ihre Arbeit zuverlässig zu machen“, erklärt Geschäftsführer Kay-Uwe Sorgalla.

Zwei 19-Jährige beenden gerade ein Praktikum dieser Art. Beide beginnen ab 1. September gemeinsam mit fünf oder sechs weiteren jungen Menschen eine Ausbildung bei Werkstück: einer zum Dachdecker, der andere zum Elektroniker. Das Unternehmen hat im Durchschnitt zwölf Auszubildende und monatlich drei bis sechs Praktikanten.

Mehr über den Wettbewerb „Berlins beste Ausbildungsbetriebe“, die Sieger und Geehrten erfahren Sie hier.

 
 
 
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