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16.12.2016

Große Zustimmung für Diakonie-Hospiz Woltersdorf

In ihrer Sitzung am 15. Dezember stimmten die Gemeindevertreter mit großer Mehrheit für den Entwurf zum Bebauungsplan.

Straßenansicht des Diakonie-Hospizes Woltersdorf (Mitte). Bild: © Architekturbüro Markus Legiehn

Ein wichtiger Erfolg für ein Sterben in Würde bei liebevoller Pflege: Eine große Mehrheit der Gemeindevertreter in Woltersdorf stimmte am 15. Dezember dem Entwurf zum Bebauungsplan für das Diakonie-Hospiz zu. Mit 14 Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme und zwei Enthaltungen entschieden sie sich für das erste Hospiz für Menschen in den Landkreisen Oder-Spree und Märkisch-Oderland.

Angelika Behm, Geschäftsführerin des Diakonie-Hospizes Woltersdorf, freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Gemeindevertretern: „Wir sind glücklich, so viel Zustimmung über alle Fraktionen hinweg erhalten zu haben. Ich bin zuversichtlich, dass wir durch unsere gute Arbeit vor Ort auch die Skeptiker noch für unser Projekt gewinnen werden.“

Vor der Abstimmung hatten sich Bürgermeisterin Margitta Decker sowie die Fraktionsvorsitzenden für das Projekt stark gemacht und bei den Gemeindevertretern um Zustimmung geworben. Die Region brauche ein Hospiz, betonte Decker.

Sie erkannte an, dass die Gesellschafter der Diakonie-Hospiz Woltersdorf GmbH mehreren Wünschen der Stadt entgegengekommen seien. So seien nun acht, anstelle der vier gesetzlich vorgeschriebenen Stellplätze vorgesehen, um die Parkplatzsituation der Stadt zu entlasten. Zudem habe das Architekturbüro Legiehn auch die Fassade stärker an die Architektur der Umgebung angepasst.

Gleichzeitig sei nachvollziehbar geworden, dass eine schräge Ausrichtung des Gebäudes zur Straße notwendig sei, um zu jeder Jahreszeit in allen 14 Gästezimmern direktes Tageslicht zu ermöglichen.

Die Bürgermeisterin betonte, eine zügige Umsetzung des Bebauungsplans sei nun wichtig. Sie erinnerte daran, dass das seit 2011 entwickelte Projekt viel Zeit verloren habe, als das Bauamt des Landkreises Oder-Spree den Gesellschaftern anordnete, die baulichen Voraussetzungen auf eigene Kosten mit mehreren Gutachten prüfen zu lassen.

Die drei Gesellschafter – das Diakonie-Hospiz Wannsee, das Evangelische Krankenhaus Gottesfriede und das kommunale Krankenhaus Märkisch-Oderland – reagierten hoch erfreut und erleichtert auf die Entscheidung. Das Abstimmungsergebnis zeigt, dass auch mehrere vormalige Kritiker aus dem Bauausschuss von der Notwendigkeit eines Hospizes für die Region überzeugt werden konnten. Denn auf der Bauausschuss-Sitzung am 30. November hatten noch drei Vertreter gegen den Entwurf gestimmt und zwei sich enthalten – und so das gesamt Projekt gefährdet.

Jetzt wird der Entwurf zum Bebauungsplan vier Wochen für die Öffentlichkeit ausliegen. Wenn es aus der Bevölkerung keinen Widerstand gibt, können die Bauarbeiten losgehen.

 
 
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