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14.03.2017

Tag der Rückengesundheit am 15. März

70 Prozent der Deutschen haben zumindest gelegentlich Rückenschmerzen. Das interdisziplinäre Expertenteam des Immanuel Krankenhauses Berlin und der Immanuel Medizin Zehlendorf gibt Tipps zur Rückengesundheit.
Immanuel Krankenhaus Berlin - Pressemitteilungen - Tag der Rückengesundheit - Wege aus der Schmerzfalle

Schmerzen abklären lassen: Osteologie-Chefärztin Dr. med. Maya Hellmich untersucht eine Patientin.

Der 15. März ist Tag der Rückengesundheit. Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit, Tendenz steigend. Das interdisziplinäre Expertenteam des Immanuel Krankenhauses Berlin und der Immanuel Medizin Zehlendorf zeigt Wege aus der Schmerzfalle auf.

Die Chefärzte der Osteologie, der Orthopädie und der Naturheilkunde sowie der Leitende Physiotherapeut erklären, wie Rückenschmerzen vorgebeugt werden kann, ernsthafte Erkrankungen wie zum Beispiel Osteoporose erkannt werden können und welche Therapieformen besonders vielversprechend sind, damit Patienten wieder aufrecht durchs Leben gehen können.

70 Prozent der Deutschen haben zumindest gelegentlich Schmerzen im Rücken. Hauptursache ist meist eine Kombination aus Bewegungsmangel, Fehlbelastung und Stress. Aber auch ernsthafte Erkrankungen wie Osteoporose oder Rheuma können dahinter stecken. Nur mit ganzheitlichen Präventions-, Diagnose- und Behandlungsansätzen lassen sich Rückenschmerzen nachhaltig bekämpfen, betonen die Mediziner. Am Immanuel Krankenhauses Berlin werden Naturheilverfahren ergänzend zur konventionellen Schulmedizin im Sinne einer modernen integrativen Medizin angeboten.

„Wir erleben, dass ein Mangel an Bewegung von Kindesbeinen an dazu führt, dass das Muskelkorsett unserer Patienten immer schwächer und einseitiger wird“, sagt Frank Ruppenthal, Leiter der Abteilung für Physiotherapie. „Dieser Mangel bewirkt auch ein verändertes Körpergefühl, das im Erwachsenenalter nur schwer geschult werden kann. Erschwerend kommen immer mehr Tätigkeiten hinzu, die den Menschen in einseitige Bewegungsstereotype zwingen. In der Freizeit sind sie dann oft entweder Couch Potatos oder sie setzen sich einer einseitigen und zu starken Belastung aus.“ Ruppenthal hält eine frühkindliche Bewegungsförderung im Kindergarten und in der Schule für unerlässlich. 

Plagt das Rückenleiden jedoch erst mal einen Patienten, helfen Einzeltherapien wie Osteopathie, Reflektorische Atemtherapie oder Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation (PNF) sowie eine Vielzahl von Gruppentherapien wie Yoga, Rückenschule und Entspannungsübungen. Eine individuelle, ganzheitliche Therapie, koordiniert von Ärzten, Physiotherapeuten, Psychologen, Pflegekräften und Ernährungsberatern ist besonders erfolgreich, sagt Frank Ruppenthal.

 Yoga, Achtsamkeitsmeditation und Blutegeln helfen

Die Wirksamkeit naturheilkundlicher Verfahren für die Rückengesundheit ist zunehmend auch wissenschaftlich belegbar. „Neueste Studien zeigen, dass mit Achtsamkeitsmeditation und Yoga hervorragende Beschwerdelinderungen zu erzielen sind. Das heißt: Es ist möglich, dass Patienten ihre Rückenleiden eigenaktiv heilen“, sagt Prof. Dr. med. Andreas Michalsen, Chefarzt der Abteilung für Naturheilkunde und Inhaber der Stiftungsprofessur für Naturheilkunde an der Charité-Universitätsmedizin Berlin. „Darüber hinaus erweisen sich Blutegel nach einer neuen Studie auch bei Rückenschmerzen als sehr wirksam. Bei Arthrose haben die Minitiere ihre medizinische Heilkraft zuvor bereits unter Beweis gestellt“, so Professor Michalsen. „Unsere eigenen Erfahrungen bestätigen das.“ Auch Akkupunktur, die sowohl im Immanuel Krankenhaus Berlin, als auch in der Immanuel Medizin Zehlendorf eingesetzt wird, habe gute Ergebnisse bei Rückenschmerzen erzielt, sagt Michalsen.

Wenn Rückenschmerzen chronisch auftreten, können allerdings auch rheumatische Erkrankungen oder Osteoporose dahinter stecken. Neben einer verminderten Knochenfestigkeit wie bei Osteoporose, die häufig nicht erkannt werde, lägen oft auch altersbedingte Abnutzungserscheinungen des Bewegungsapparates vor, sagt Dr. med. Maya Hellmich, Chefärztin der Abteilung für Osteologie und Stoffwechselerkrankungen: „Gerade wegen der Komplexität von chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates ist ein erweitertes, individuell angepasstes Behandlungskonzept von besonderer Bedeutung. Damit erreichen wir eine nicht immer rasch auftretende, aber dafür eine nachhaltige und umso gravierendere Verbesserung des Befindens.“ Die Abteilung für Osteologie verbindet stationär die schulmedizinische Schmerztherapie mit physiotherapeutischen Anwendungen, darunter auch Bäder, Packungen, Wärme- und Kältebehandlung, sowie mit sogenannten alternativen Therapieansätzen.

Lesen Sie hier auch unsere Pressemitteilung zum Tag der Rückengesundheit

 
 
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