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Schulterchirurgie

In unserer Abteilung haben sowohl die Schulterendoprothetik wie auch alle gängigen arthroskopischen Verfahren einen besonderen Stellenwert. Die operative Intervention am beweglichsten Gelenk des menschlichen Körpers war und ist eine besondere Herausforderung. Aufgrund der Bildung von Kompetenzteams innerhalb unserer Abteilung ist es uns auch in diesem Bereich gelungen eine herrausragende Qualität zu ereichen. Wir möchten Ihnen im Folgenden die verschiedenen Möglichkeiten der Schulterendoprothetik darstellen.

In den letzten 10 Jahren hat sich die Zahl der in Deutschland implantierten Schulterendoprothesen mehr als verfünffacht. Durch die zunehmende Erfahrung und die neuen Erkenntnisse bezüglich der Biomechnik und Kinematik des Schultergelenkes wurden für die unterschiedlichsten Indikationen Implantattypen entwickelt.

Verschiedenste Schultergelenkserkrankungen können den Einbau eines künstlichen Schultergelenkes notwendig  machen. Der Anlass für solch einen Eingriff ist neben den sichtbaren Veränderungen des Gelenkes im Röntgenbild in erster Linie der starke Ruhe- und Belastungsschmerz, der zu einer mehr oder weniger regelmäßigen Einnahme von Schmerz-Medikamenten führt.

Bei der schmerzhaften Zerstörung des Schultergelenkes durch Arthrose (Gelenkverschleiß), rheumatoider Arthritis (rheumatische Gelenkentzündung), ungünstig ausgeheiltem Oberarmkopfbruch oder Humeruskopfnekrose (Absterben des Oberarmkopfes), ist es heute mit sehr gutem Erfolg möglich durch einen endoprothetischen Ersatz eine Schmerzreduktion und einen Bewegungserhalt zu ereichen. 

Im Folgenden wollen wir Ihnen die verschiedenen Formen des endoprothetischen Ersatzes des Schultergelenkes kurz vorstellen.

 

Oberflächenersatz

Global cap

 

Das Konzept des Oberflächenersatzes an der Schulter unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von dem herkömmlichen endoprothetischen Ersatz des Schultergelenkes. Es beruht im wesentlichen auf dem auschließlichen Ersatz der zerstörten Gelenkoberfläche und der Herstellung der "normalen" Anatomie bei minimalem Knochenverlust. Hieraus entstehen wesentlichen Vorteile für den Patienten:Röntgen Cap

 

  • Minimalinvasives Vorgehen
  • Weniger Knochenverlust
  • Weniger Schmerzen
  • Nachbehandlung deutlich erleichtert
  • Verbesserte Rückzugsmöglichkeiten bei notwendigem Wechsel

 

 

 

 

Diese "schonende" Form der Schultergelenksendoprothetik findet ihren Einsatz bei der Arthrose des Schultergelenkes, bei Humeruskopfnekrosen, bei posttraumatischen Deformitäten und vor allem auch bei der Rheumatoiden Arthritis.

Bei erheblicher Mitbetiligung der Gelenkpfanne empfehlen wir unseren Patienten den Einsatz einer "konventionellen Schultertotalendoprothese".

 

Schultertotalendoprothese

 

Im Rahmen der konventionellen Schulterendoprothetik wird der Oberarmkopf vollständig ersetzt und in der Regel mit einem Schaft im Oberarmknochen verankert. Hier ist eine sogenannte "Hemialloarthroplastik", also der alleinige Ersatz des Humeruskopfes, wie auch der zusätzliche Gelenkpfannenersatz möglich. Dies kann in zemenfreier und in zementierter Technik erfolgen. Hier spielt die Knochenqualität die entscheidende Rolle.

Die Implantation dieses Modelles ist irreparablen Schädigungen der Gelenkpartner durch abnutzungsbedingte, unfallbedingte oder entzündliche Veränderungen vorbehalten. Es kann eine wesentliche Schmerzreduktion bei Erhalt der Beweglichkeit erreicht und erwartet werden.

 

 

Inverse Schulterendoprothetik

 delta extend

Die inverse Schulterprothese sollte schmerzhaften und bewegungseinschränkenden Arthropathien bei massiven Rotatorenmanschettendefekten vorbehalten sein. Es handelt sich um eine Prothese die bei massiven Gelenk- und Muskeldefekten eine ausreichende Mobilität bei guter Schmerzreduktion gewährleistet. Nicht zuletzt wird diese Form der Prothese nach fehlgeschlagener primärer Schulterendoprothetik mit zufriedenstellendem Erfolg verwendet.

 

 

 

Nachbehandlung

 

Die ersten beiden postoperativen Tage wird das Schultergelenk in einem Verband ruhig gestellt. Anschließend wird für 3-4 Wochen ein Abduktionskissen angelegt. Am ersten Tag nach der Operation beginnt die frühfunktionelle physiotherapeutische Behandlung.

Wir empfehlen unseren Patienten eine Rehabilitation 4-6 Wochen nach der Operation in einer von uns ausgewählten Rehabilitations-Klinik, so dass eine verlässliche Nachbehandlung gewährleistet werden kann.

 

 

 

Ein Termin zur individuellen Beratung kann telefonisch für unsere wöchentlich stattfindende Schultersprechstunde vereinbart werden.

                            030-80505-920  (Fr. Dittberner)

 

 

 

 

 

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