Diätetische Therapie
Ernährungsbedingte Ursachen können bei einer Reihe von Krebserkrankungen zwar angenommen werden, jedoch ist ein definitiver kausaler Zusammenhang derzeitig nur schwer formulierbar. Es ist daher auch Aufgabe einer onkologischen Rehabilitationsklinik eine gesundheitsbewusste Ernährung zu vermitteln, da auch zahlreiche Patienten mit Stoffwechselerkrankungen (insbesondere Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen) einer Mitbetreuung bedürfen.
In vielen Fällen kommen bei Tumorpatienten Minder- bzw. Mangelernährungen infolge Anorexie, krankheitsbedingter Störungen der Verdauungsabläufe und Störungen des Energiebedarfs vor. Im schlimmsten Fall entwickelt sich eine Tumorkachexie, die mit einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität einhergehen würde. Bei vielen Tumorpatienten kommen Minder- bzw. Mangelernährungen infolge Anorexie, krankheitsbedingter Störungen der Verdauungsabläufe und Störungen des Energiebedarfs vor. Des Weiteren bedürfen Patienten nach Operation des Magen-Darm-Traktes individuelle Ernährungsberatungen zwecks Aufbaukost und Sondenernährung (insbesondere bei PEG-Sonden). Eine adäquate Betreuung der Tumorkranken während des Rehabilitationsaufenthaltes erfolgt durch Diätassistenten in Zusammenarbeit mit den Ärzten und dem fachlich geschulten Pflegepersonal. Die Gestaltung von Wunschkostformen und Verabreichung von hochkalorischen Trinklösungen können dazu beitragen, die Lebensqualität dieser Patienten zu verbessern.
Insbesondere ältere Patienten haben neben ihrer onkologischen Erkrankung oft weitere Erkrankungen wie z. B. Stoffwechselerkrankungen (insbesondere Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen) die einer Mitbetreuung bedürfen. Bei Patienten mit Diabetes mellitus, Hyperlipoproteinämie und Hyperurikämie erfolgen Patientenschulungen unter Berücksichtigung der relevanten Ernährungsziele (Festlegung der Broteinheit, Normalisierung des Körpergewichtes und spezifische Ernährungsempfehlungen). Die Schulung erfolgt in Gruppen bzw. individuell, wobei die Frequenz und Dauer den jeweiligen Situationen angepasst werden.
Die in den unterschiedlichen Veranstaltungen vermittelten theoretischen Erfahrungen und Erkenntnisse können während der Rehabilitation durch Zusammenstellen des Frühstücks und Abendessen am Buffett sowie beim selbständigen Zubereiten in der Therapieküche praktisch erlernt und umgesetzt werden.
