Würdiges Sterben in Berlin – Jubiläum des stationären Diakonie-Hospiz Wannsee
Aus Anlass des fünfjährigen Jubiläums findet am Freitag, den 18.01.2008 eine Fachtagung auf dem Gelände statt. Themen sind die Auswirkungen der Gesundheitsreform auf die Hospizdienste sowie die Begleitung von Angehörigen und Gästen.
| Was |
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| Wann |
18.01.2008 von 13:00 bis 17:00 |
| Wo | Kirche am Immanuel-Krankenhaus, Königsstr. 66, 14109 Berlin |
| Kontakttelefon | +49 30 805 05-702 |
| Termin übernehmen |
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Am 13.01.2003 eröffnete das Diakonie-Hospiz Wannsee als eines der ersten Hospize in Berlin seine Tore. Seit seiner Gründung wurden rund 750 unheilbar kranke Menschen - auch Gäste genannt - in ihrer letzten Lebensphase begleitet. Jährlich erhält das Hospiz das Doppelte bis Dreifache an Anfragen. In Berlin gibt es heute insgesamt neun stationäre Hospize.
Das stationäre Diakonie-Hospiz Wannsee bietet 14 Plätze für ein Sterben in Würde, vorrangig für Krebserkrankte, an. Die Gäste sind zwischen 30 und 90 Jahren alt. Insgesamt 25 Mitarbeiter und 15 Ehrenamtliche kümmern sich rund um die Uhr mit professioneller Pflege und besonderer Zuwendung um ihre Gäste. Zu den Aktivitäten gehören - soweit noch möglich – bspw. gemeinsames Kochen und Singen. Angebote wie Rhythmische Massage oder Ausflüge in den historischen Park und zum Kleinen Wannsee am Gelände werden dankend angenommen. Eine besondere Betonung liegt in der Schmerztherapie, innerhalb der palliativen Versorgung. Die Palliative Medizin hat eine Linderung des Leidens zum Ziel, dort wo eine Heilung nicht mehr möglich ist.
„Durch die ehrenamtliche Hospizbewegung wurde die ambulante und stationäre Versorgung und Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen in Berlin wesentlich verbessert. Der Tod wird in unserer Gesellschaft immer noch verdrängt. Stationäre Hospize sind Orte, an denen Sterbende und ihre Angehörigen Trost und professionelle Begleitung, Pflege und Schmerzlinderung sowie Würde erfahren“, so Angelika Behm, Leiterin des Diakonie-Hospizes Wannsee.
„Der Umgang mit Sterbenden und dem Tod, sagt viel über den Zustand einer Gesellschaft aus. Die Hospizbewegung mit ihrem engagierten Einsatz für ambulante und stationäre Betreuung hat unserer Gesellschaft ein wärmeres Antlitz gegeben. Hospize sind etwas Besonderes in unserer Gesellschaft. Ein Hospizplatz finanziert sich durch Leistungen der Krankenkasse und Pflegekasse, sowie einem Eigenanteil. Der Träger selber muss 10% aufbringen und sei es durch Spenden. Durch die Gesundheitsreform gab es Verbesserungen. Seit April 2007 wird die Arbeit ambulanter Hospizdienste endlich auch in Pflegeeinrichtungen gefördert, die palliative Medizin wird in 2008 gestärkt“, so Elimar Brandt, geschäftsführender Direktor der Immanuel Diakonie Group.
Die Besonderheiten des Diakonie-Hospiz Wannsee drücken sich auch in der berlinweit einmaligen Art der Hospizträgerschaft aus. Um den Betrieb zu ermöglichen, haben sich zwei freikirchliche und eine landeskirchliche Einrichtung in einer GmbH zusammengeschlossen. An der Gesellschaft „Diakonie-Hospiz Wannsee GmbH“ sind die Immanuel Diakonie GmbH, die Diakoniegemeinschaft Bethel e. V. und der Ev. Diakonieverein Berlin-Zehlendorf e. V. beteiligt. Die Immanuel Diakonie GmbH gehört zur Immanuel Diakonie Group, welche insgesamt aus 11 Gesellschaften an 50 Standorten in Berlin, Brandenburg, Thüringen und Österreich besteht.
Empfang: 13.00 Uhr bis 14.00 Uhr
Fachtagung: 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr
