Unsere Geschichte

Die Immanuel Diakonie ist eine diakonische Einrichtung der baptisten.schöneberg (Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Berlin-Schöneberg, Hauptstraße, K. d. ö. R.). Im Jahre 1947 wurde unter der Federführung von Pastor Walter Hoffmann in Berlin-Schöneberg das Hospital „Feierabendheim“ als Pflegeeinrichtung gegründet.

1950 wurde mit der Gründung des Immanuel Krankenhauses in Berlin-Wannsee (zunächst als Jugendhospital) ein weiterer Eckpfeiler der Unternehmensentwicklung gesetzt. Mit der politischen Wende in Deutschland konnten das Kreiskrankenhaus Rüdersdorf, die rheumatologische Abteilung in Berlin-Buch, das Krankenhaus Bernau sowie das Herzzentrum Brandenburg integriert werden.

Darüber hinaus wurden zahlreiche Einrichtungen der Altenpflege, Behinderten- und Suchtkrankenhilfe in die Unternehmensgruppe integriert bzw. Häuser neu errichtet. Dazu zählen der Suchthilfeverbund in Guben, das Haus am Kalksee in Rüdersdorf, das Servicewohnen Elstal sowie Immanuel Beratung. Neben diesen Standorten in Berlin und Brandenburg kamen in Thüringen die Christlichen Wohnstätten Schmalkalden, in der Steiermark/Österreich die Wohnprojekte „Miteinander leben – Organisation für betreutes Wohnen“ und in Mecklenburg-Vorpommern das Haus „Ecktannen“ in Waren (Müritz) hinzu. Mit dem 01. Januar 2015 hat die Immanuel Diakonie GmbH ihre Einrichtungen in Österreich an neue Gesellschafter übergeben.

Jüngstes Mitglied der Immanuel Diakonie ist das Haus Bethanien in Hünfeld (Hessen). Heute beschäftigt die Immanuel Diakonie ca. 3000 Menschen in 50 Einrichtungen.

  • 01 Januar 1887
     

    Bau der Siemensvilla am Kleinen Wannsee

    Grundriss vom Erdgeschoss der Siemensvilla
    Entwurfsskizzen für die Siemensvilla
    Villa der Familie Siemens, die in der Zeit von 1887-1890 entstand. Später eröffnete in dem Gebäude das erste Jugendhospital in Deutschland aus dem dann das Immanuel Krankenhaus hervor ging.

    Arnold von Siemens lässt als Bauherr am Kleinen Wannsee eine dreigeschossige, 20 Zimmer umfassende Villa im Renaissancestil erbauen. Die Architekten der Villa sind Paul und Walther Hentschel.

    Sie liegt auf der großen Insel Wannsee auf der Höhe der Haveldünen, an der - entsprechend der Planungskonzeption für Wannsee vom Berliner Gartendirektor Gustav Meyer - die Ufer des Kleinen Wannsees nachzeichnenden Straße.

    Der Garten entwickelt sich, von der Westseite des Hauses ausgehend, über eine große von kunstgeschmiedetem Gitterwerk gefaßte balkonartige Wohnterrasse und eine hierzu im Winkel stehende Loggia mit Arkaden den etwa 15 m hohen Hang hinab.

    Architektonisches Bindeglied zwischen Haus und Garten sind renaissanceartig aufgefaßte Terrassen und Treppen, die ihren Abschluss in einer wieder im Neu-Renaissancestil mit Säulenwerk umkleideten Tuffsteingrotte finden.

    Diese Architekturelemente sind räumlich eng an den Bau gebunden und ergeben eine gute Verankerung des Baues im Gelände. Die größten Gartenteile sind als Landschaftsgarten gestaltet.

    Sehr gekonnt wird der Hang in sanftem Abfall und einem den Höhen angepassten Weg in mehrfachen Schwüngen zwischen plastischen Hügelmassen an die Hausterrasse und die Loggia herangeführt, wo dann die Verschmelzung zwischen Bau und Landschaftsgarten geschieht.

     
  • 01 Dezember 1947
     

    Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Berlin-Schöneberg eröffnet das Hospital Feierabendheim

    Gemeindepastor Walter Hoffmann
    Das Feierabendheim während des Umbaus
    Gemeindepastor Walter Hoffmann war federführend bei der Gründung des Hospital Feierabendheim. Später wurde er der erste Direktor des Immanuel Krankenhaus in Berlin-Wannsee.

    Nach großen Anstrengungen, das Leid in Berlin nach dem zweiten Weltkrieg zu lindern, eröffnet die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Berlin-Schöneberg das Hospital Feierabendheim. Diese Einrichtung ist sozusagen die „Ureinrichtung“ der Immanuel Diakonie.

    Gemeindepastor Walter Hoffmann war bei der Gründung federführend. Hinter diesem Mann des Glaubens stand eine kleine Gemeinde von nur 500 Mitgliedern. Sie stellte sich unter den von ihr erkannten Auftrag Gottes und stand mit Gebeten hinter dieser Arbeit.

    Der Kontakt mit Gott löste Opferwilligkeit aus. Manch einer trennte sich von seinem persönlichen Besitz, von Schmuck und Uhren. Neben den materiellen Opfern gab es auch großen persönlichen Arbeitseinsatz.

     
  • 01 Januar 1949
     

    Familie Siemens schenkt der Gemeinde die Villa

    Umbauarbeiten am Eingang zum neuen Jugendhospital
    Historische Loggia vor dem Umbau zur Turnhalle
    Die Familie Siemens besucht das Jugendhospital. Sie hatte der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Berlin-Schöneberg die Villa geschenkt.

    Beeindruckt von dem Engagement und dem Aufbauwillen schenkten Hermann und Charlotte von Siemens der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Berlin-Schöneberg den Sommersitz der Familie am Kleinen Wannsee. Die Schenkung war allerdings zweckgebunden.

    Das Haus sollte eine Sozialeinrichtung beherbergen. Dr. Hermann von Siemens kannte Pastor Walter Hoffmann und seine Freikirchliche Gemeinde und wusste, dass eine Freikirchliche Gemeinde nicht nur an sich ein gemeinnütziges Unternehmen darstellt, sondern dass sie eine Vielzahl von Menschen zu stellen vermag, die sich uneigennützig für soziale Dienste einsetzen.

    So folgerte von Siemens, dass sich sein Einsatz vervielfältigen werde durch die vielen Kräfte der Schöneberger Gemeinde.

    Nachdem die Gemeinde die Villa übernommen hatte, begann der Umbau der Villa zu einem Jugendhospital. Die Gemeinde Schöneberg zog nach Wannsee, um dort zunächst mit den Aufräumungsarbeiten der vom Krieg zerstörten Villa zu beginnen und um dann beim Aufbau tatkräftig mitzuwirken.

     
  • 01 Dezember 1950
     

    Eröffnung des Jugendhospitals in Wannsee

    Junge Patienten in einem Krankenzimmer
    Krankenhausbus des Jugendhospitals
    Junge Patienten freuen sich über ein Care Paket
    Junge Patienten auf der Terrasse vor dem ersten Jugendhospital in Deutschland.

    In der Siemensvilla eröffnet das erste Jugendhospital Deutschlands mit 125 Betten für Kinder und Jugendliche, die an Kinderlähmung erkrankt waren. Wegweisend für die Entwicklung zu solch einem Spezialkrankenhaus war für Walter Hoffmann und seine Gemeinde die große Verlegenheit der Stadt infolge der damals epidemisch aufgetretenen Kinderlähmung.

    Die Sorge, wo die jungen Menschen, die infolge zurückbehaltender Lähmungen nicht mehr in Beruf, oft auch nicht mehr in ihre Familie zurückkehren konnten, nahm Pastor Hoffmann auf sein Herz.

    In den ersten Betriebsjahren des Krankenhauses wurden manche Opfer gebracht. Es ging so weit, dass etliche Mitglieder der Gemeinde, die in diesem Haus angestellt waren, sich von Gott derart in die Pflicht genommen wussten, dass sie ihr Gehalt zur Verfügung stellten, wenn es galt, die notwendigen Zahlungen für die Verpflegung der Patienten zu übernehmen.

    Es gab damals keine Subventionen als Anlaufgelder und die Belegung des Hauses war im ersten Jahr sehr schwierig. So haben einige Angestellte bis zu 2 Jahre auf ein Gehalt verzichtet und ehrenamtlich gearbeitet.

    Selbst körperbehindert, ließ er das neugegründete Haus zu einer Stätte für diese jungen Körperbehinderten werden. Neben ärztlicher Betreuung wurde eine berufliche Umschulung durchgeführt, die den Betroffenen ermöglichte, ihre Behinderung zu bewältigen. Deshalb führte das erste Haus den Namen „Jugendhospital“, der noch heute über dem Seitenportal in Stein gemeißelt lesbar ist.

    Das Krankenhaus in der Villa verfügte zu dieser Zeit über vier Geschosse und einen Keller. Insgesamt gab es auf die jeweiligen Etagen verteilt 16 Krankenzimmer.

    In jedem Stockwerk befanden sich ein Patientenbadezimmer mit Wanne, Toilettenräume und eine Teeküche. Zusätzlich gab es im Erdgeschoss einen Schul- und Tagesraum, einen Wintergarten, ein Stationszimmer und einen Sitzplatz im Erker. Davor befand en sich ein Balkon, die sehr große Terrasse und eine überdachte Auffahrt.

    Das erste Obergeschoss hatte zusätzlich ein Absonderungszimmer, ein Bad für Frauen und drei Sitzplätze im Erker, dem Türmchen sowie der Loggia.
    Im dritten Obergeschoss waren 10 Schwesternzimmer, in denen die Krankenschwestern wohnten.

    Dort gab es außerdem ein Bad mit zwei Wannen, eine Aufenthaltsraum im Turm und eine Halle.
    In den Kellerräumen der Villa waren der Kesselraum und der Kokskeller.

     
  • 01 Januar 1952
     

    Erweiterung des Aufgabenkreises in Wannsee

    Patientenzimmer mit einer Schwester im Hintergrund
    Nach der Erweiterung des Krankenhauses wurden auch Patienten mit Rheumaerkrankungen in Wannsee behandelt.

    Es stellte sich heraus, dass die Folgen der Kinderlähmungsepidemie nicht so verheerend waren, wie ursprünglich angenommen. Das führt dazu, dass der Aufgabenkreis des Krankenhauses erweitert wird.

    Die Ausweitung führt zu einer Umwandlung des Jugendhospitals in ein Spezialkrankenhaus, das den offiziellen Namen „Immanuel-Krankenhaus GmbH“ trägt. Seine Besonderheit liegt nunmehr in der Behandlung von Erkrankungen aus dem sogenannten rheumatischen Formenkreis.

     
  • 20 Juli 1954
     

    Besuch von Bundespräsident Theodor Heuss in Wannsee

    Theodor Heuss bei einem Rundgang mit Ärzten
    Bundespräsident Theodor Heuss begrüßt bei seinem Besuch des Immanuel Krankenhaus in Wannsee Pastor Walter Hoffmann.

    Bundespräsident Theodor Heuss besucht das Immanuel Krankenhaus in Berlin-Wannsee.

     
  • 01 Januar 1957
     

    Prof. Johannes Schneider wird neuer Direktor in Wannsee

    Eine Patientin bei der Behandlung im Schwimmbecken
    Der neue Direktor des Immanuel Krankenhaus Prof. Johannes Schneider. Er hatte die Nachfolge des verstorbenen Walter Hoffmann angetreten.

    Nach dem Tod von Pastor Walter Hoffmann, stellt sich der Berliner Universitätsprofessor, Herr D. Dr. Johannes Schneider, ein langjähriger Freund von Pastor Walter Hoffmann, zur Verfügung, um in seiner Eigenschaft als Dr. rer.pol. die Geschäfte des Immanuel Krankenhauses weiterzuführen.

    Zudem beginnt der Bau des Krankenhauserweiterungsgebäudes mit dem Neubau der physiotherapeutischen Bäderanlage.

     
  • 01 Januar 1964
     

    Pastor Edwin Brandt wird Direktor in Wannsee

    Pastor Edwin Brandt übernimmt die Nachfolge von Prof. Johannes Schneider als Direktor des Immanuel Krankenhaus.

    Pastor Edwin Brandt wird zum Direktor berufen. Schon 1958 hatte dieser bereits die Nachfolge von Pastor Hoffmann in der Gemeinde Schöneberg angetreten.

     
  • 27 Oktober 1967
     

    Das neue Krankenhaus wird eröffnet

    Das neue Bettenhaus nach der Einweihung
    Die neue Rettungsstelle des Krankenhauses
    1: Infektionsgebäude|2-4: Bettenhaus|5: Wirtschaftsgebäude|6: Speise -und Kultursaal|Kläranlage|Transformatorenstation|9: Prosektur|10-12: Poliklinik|13-17: Betriebsgebäude|19-21: Schwestern -und Ärztewohnungen

    Das neue Kreiskrankenhaus Rüdersdorf wird nach fünf Jahren Bauzeit feierlich eröffnet. Zuvor besuchte im Februar der Ausschuss für Gesundheitswesen der Volkskammer der DDR die Baustelle.

    Ergebnisse der ganztätigen Untersuchung führten zu organisatorischen Maßnahmen und einigen baulichen Veränderungen, welche noch kurzfristig umzusetzen waren.

    Am 16. Dezember des Jahres bewältigen dann mehr als 120 Gesundheitshelfer des Deutschen Roten Kreuzes den Umzug von der Frankfurter Chaussee zum Seebad.

    Unter der Leitung von Medizinalrat Dr. Heinz Wack nahm das neue Kreiskrankenhaus am selben Tag mit den vier Fachabteilungen Chirurgie, Internie, Geburtshilfe und Frauenkrankheiten sowie Kinder seinen Betrieb auf.

     
  • 01 Januar 1974
     

    Bau des Krankenhauserweiterungsgebäudes in Wannsee

    Ein Bewegungsbad entstand in dem neu errichteten Anbau an den Pavillion, der gleichzeitig mit dem Krankehauserweiterungsbau gebaut wurde.

    Bau des Krankenhauserweiterungsgebäudes und dem Neubau der physiotherapeutischen Bäderanlage. Des weiteren beginnt der Anbau von Haus 6 an den Pavillion.

     
  • 01 Januar 1975
     

    Dr. Max Stahl wird neuer Direktor in Wannsee

    Dr. Max Stahl, hier mit seiner Frau, wird neuer Direktor des Immanuel Krankenhaus.

    Nachdem Pastor Edwin Brandt im September unerwartet verstorben ist, wird Dr. Max Stahl neuer Direktor des Immanuel Krankenhaus in Wannsee.

     
  • 01 Januar 1976
     

    25-jähriges Jubiläum wird in Wannsee gefeiert

    Schwester und Patient bei einer Röntgenuntersuchung
    Mit einem Jahr Verspätung wurde das 25-jährige Jubiläum des Immanuel Krankenhauses gefeiert. Zur Ausstattung dieser Zeit gehörte auch ein Op-Saal, der die Durchführung von mittleren und kleinen Operationen ermöglichte.

    Das 25-jährige Jubiläum des Immanuel Krankenhauses wird begangen. Das unerwartete Ableben des Direktors, Edwin Brandt, war Anlass die Feierlichkeiten ein Jahr später zu begehen.

    Zu diesem Zeitpunkt verfügt das Krankenhaus über 220 Betten. Zur Behandlung und Betreuung der Patienten unterhält das Haus eine große Anzahl von Pflegekräften, Ärzten und sogenanntem medizinischen Hilfspersonal.

    Zur Erleichterung der Diagnosestellung bestehen ausreichende, moderne diagnostische Möglichkeiten.

    Das Zentrallobor des Hauses ermöglicht mit seinem Personal und seinem derzeitigen Apperatebestand die Durchführung der Laboruntersuchungen, die einem mittelgroßen Krankenhaus entsprechen. Besonderer Wert wird auf die Rheumaserologie gelegt.

    Neben der ärztlichen Therapie sind für das Immanuel Krankenhaus entscheidend der Einsatz der gut ausgerüsteten Krankengymnastischen Abteilung und der Hydrotherapeutischen Abteilung.

    Ein Op-Saal ermöglicht die Durchführung von mittleren und kleinen orthopädischen Operationen.

     
  • 01 Januar 1980
     

    Elimar Brandt wird neuer Direktor in Wannsee

    Mit Elimar Brandt bekommt das Immanuel Krankenhaus einen neuen Direktor.

    Elimar Brandt wird neuer Direktor des Immanuel Krankenhaus Berlin-Wannsee. Er löst Dr. Max Stahl ab.

    Er ist der Sohn des ehemaligen Gemeindepastors Edwin Brandt, der von 1964 bis 1975 ebenfalls Direktor des Immanuel-Krankenhaus war.

    Bereits 1975 wurde Elimar Brandt Krankenhausseelsorger im Immanuel-Krankenhaus in Wannsee sowie im Hospital Feierabendheim in Schöneberg. Nachdem Ableben seines Vaters wurde er im Oktober des selben Jahres auch zum Pastor der Gemeinde Schöneberg berufen.

    Später fungierte er als geschäftsführender Direktor der Immanuel Diakonie.

     
  • 01 April 1987
     

    Umzug in den fertiggestellten Neubau

    Grubenaushub während des Krankenhausneubaus
    Die Baustelle des Krankenhausneubaus
    Nach der Fertigstellung zieht das Immanuel Krankenhaus in den Neubau um. Dieser befindet sich in der Königstraße direkt gegenüber der prachtvollen Siemensvilla.

    Das Immanuel Krankenhaus zieht aus dem prachtvollen Villenbau am Kleinen Wannsee 5 in den modernen Neubau gegenüber in der Königstr. 63. Als Schwerpunktklinik für Rheumatologie wurde so eine zentrale Anlaufstelle für Rheumakranke in Berlin geschaffen. Der Neubau beinhaltete eine der ersten Ganzkörperkältekammern in ganz Deutschland.

    Bereits 1983 begannen die Bauarbeiten für den Neubau, dessen Grundlage während der Zeit des Kalten Krieges erworbene Grundstücke waren.

     
  • 01 Juli 1991
     

    Immanuel Diakonie wird neuer Träger

    Dr. Rita Nachtigall und Dr. Eckart Stolte
    Mit großer Zustimmung der Mitarbeiter fällt der Beschluss über den Trägerwechsel zur Immanuel Krankenhaus GmbH.

    Mit großer Zustimmung der Mitarbeiterschaft wechselt das Krankenhaus Rüdersdorf mit Poliklinik die Trägerschaft zur Immanuel Krankenhaus GmbH und damit zur Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Berlin-Schöbeneberg. Somit wurde ein kommunales Krankenhaus konfessionell, was zu diesem Zeitpunkt einmalig war.

    Der Beschluss über den Trägerwechsel durch den zuständigen Kreistag Fürstenwalde erfolgte einen Monat zuvor. Bereits kurz nach dem Mauerfall im November 1989 hatte es den ersten Kontakt zum Immanuel-Krankenhaus in Berlin-Wannsee gegeben.

    Mit dem Trägerwechsel ändert sich auch der Name des Krankenhauses. Es heißt nun "Evangelisch-Freikirchliches Krankenhaus Rüdersdorf".

     
  • 01 Januar 1993
     

    Festakt zum Trägerwechsel in Buch

    Der Wunsch der Mitarbeiter war es, die Trägerschaft der Klinik zu wechseln. Somit erfolgte der Trägerwechsel zur Immanuel Diakonie, der damaligen Immanuel-Krankenhaus GmbH.

    Es wird ein Festakt zum Trägerwechsel begangen. Auf Wunsch der Mitarbeiter der Klinik erfolgte der Trägerwechsel zur Immanuel Diakonie unter Leitung von Mag. theol. Elimar Brandt, der am 03.Februar 1993 festlich begangen wurde. Die Klinik behielt 120 Betten und das Dispensaire konnte weitergeführt werden.

     
  • 01 Januar 1996
     

    Neuer Name für das Krankenhaus

    Das Krankenhaus in Bernau heißt nun „Evangelisch-Freikirchliches Krankenhaus Bernau", wie auf einem damaligen Briefkopf zu sehen.

    Am 1. Januar  bekommt das Bernauer Krankenhaus den Namen "Evangelisch-Freikirchliches Krankenhaus Bernau". Am 13. Juni 1996 erschien in der Presse die öffentliche Ausschreibung für die »Rohbauarbeiten« zu einem Gebäudeanbau mit dem »Zweck der baul. Anlage: Erweiterung zum Herzzentrum«.

    Knapp einen Monat später, am 16. Juli, fand die feierliche Grundsteinlegung für den zweigeschossigen Anbau statt.

     
  • 13 Februar 1998
     

    Einzug in den Neubau des Krankenhauses und Herzzentrum in Bernau

    Die Eröffnung des Neubaus erfolgt im Februar 1998 auf dem selben Gelände, wo das alte Krankenhaus steht.

    Die Eröffnung des Neubaus erfolgt im Februar 1998 auf dem selben Gelände, wo das alte Krankenhaus steht.

    Ein Neubau, in den so viele Hoffnungen gesetzt wurden und der doch so viele Widerstände überwinden musste. Als der Rohbau stand, kam es sogar zu einem Baustopp. Ursache dafür war die ungeklärte Finanzierung. Das Krankenhaus sollte ursprünglich völlig ohne Landesmittel gebaut werden. Nach der Kreisgebietsreform mussten alle Investitionen mit Eberswalde abgestimmt werden und dort hatte man Bedenken wegen der Finanzierung.

    Kurz nach der Wende wurde das Herzzentrum Brandenburg unter der Trägerschaft der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Berlin-Schöneberg gegründet. Es war untergebracht im Klinikum Buch und damit auf Berliner Territorium. Ein neuer Standort wurde benötigt und somit konnten die freien Flächen im Neubau des Krankenhauses zweckmäßig genutzt werden.

    Das Brandenburger Herzzentrum fand seine neue Heimat im Land Brandenburg in der Stadt Bernau. Mit dieser Entscheidung wechselte auch das ehemalige Kreiskrankenhaus in die Trägerschaft der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Berlin-Schöneberg.

    1998 folgte der Einzug sämtlicher Stationen ins neue Haus. Nur die Innere Medizin war schon im September 1997 vor Ort. Am alten Standort in Zepernick gab es Restitutionsansprüche, so dass dort nichts mehr investiert wurde. Die Bedingungen waren katastrophal, die Patientenbeschwerden häuften sich, das Personal war unglücklich – so zog die Innere Medizin vor allen anderen in das noch unfertige Haus.

     
  • 13 Januar 2003
     

    Diakonie-Hospiz Wannsee eröffnet stationäres Hospiz

    Im Januar 2003 eröffnet das Diakonie-Hospiz Wannsee in der Königstraße am Kleinen Wannsee ein stationäres Hospiz.

    Gegründet wurde das Diakonie-Hospiz Wannsee am 01. Oktober 1996 in Berlin-Zehlendorf zunächst als ambulantes Hospiz. Im Januar 2003 konnte in Ergänzung das stationäre Hospiz in der Königstraße am Kleinen Wannsee eröffnet werden.

    Das Hospiz ist gemeinnützig und wird in Form einer GmbH durch den Evangelischen Diakonieverein Berlin-Zehlendorf e.V. und die Immanuel Diakonie GmbH getragen.

    Im stationären Bereich stehen 14 Plätze zur Verfügung, jeder in Verbindung mit einem wohnlich eingerichteten Einzelzimmer mit Bad und einer eigenen kleinen Terrasse. Außerdem haben die Gäste und ihre Angehörigen Zugang zu dem großen Garten. Im ambulanten Bereich unterstützen rund 70 Ehrenamtliche die Arbeit.

    Das Diakonie-Hospiz Wannsee engagiert sich zudem in der Fortbildung für Berufe, die Umgang mit schwerkranken und sterbenden Menschen haben, organisieren Veranstaltungen zu den Themen Leben, Krankheit, Sterben, Tod und Trauer und bieten Informationsveranstaltungen aus diesem Themenbereich, z.B. in Kirchengemeinden und Schulen an.

     
  • 01 Februar 2004
     

    Einweihung des sanierten , um -und angebauten Psychiatriegebäudes

    Mit insgesamt 72 Betten wird das neue Gebäude für die Psychiatrie eröffnet.

    Das neue Psychiatriegebäude am Krankenhaus Rüdersdorf wird eröffnet. Es hat eine Kapazität von 72 Betten.

    Hauptsächlich auf Betreiben der Eberswalder Nervenklinik entstand 1960 in Rüdersdorf die Psychiatrische Abteilung. Als Außenstelle des Krankenhauses war sie über Jahrzehnte im ehemaligen Gefängnis des Ortes in der Hans-Striegelski-Straße 6 untergebracht. Dieses war 1959 umgebaut worden und hatte damals mit 46 Betten eröffnet.

    Unbehelligt vom damaligen System entwickelte sie sich zum Motor der psychiatrischen Versorgung im Altkreis Fürstenwalde.

     
  • 22 Mai 2006
     

    Die Einweihung des Hubschrauberlandeplatzes

    Hubschrauber auf dem neuen Landeplatz
    Der langersehnte Hubschrauberlandeplatz wird am 22. Mai 2006 eingeweiht.

    Der Hubschrauberlandeplatz wird eingeweiht. Seit 1998 verfügte das Krankenhaus über eine Rettungsstelle, die im Jahr darauf bereits ca. 15.000 Patienten versorgte. Durch die Etablierung des Herzzentrums stieg die Zahl der zu betreuenden Notfälle.

    Auch ein Hubschrauberlandeplatz wurde notwendig, damit die Polizei nicht jedes Mal mit riesigem Aufwand absperren musste, wenn ein Krankentransport mit Hubschrauber angesagt war.

    Für die Anwohner Bernaus war das eine Sensation, viele Schaulustige sammelten sich bei den Landungen. Im Mai wurde der Hubschrauberlandeplatz eingeweiht, der sich direkt am Haus und auf Höhe mit dem Funktionstrakt befindet.

     
  • 02 September 2009
     

    Einweihung der Immanuel Klinik Rüdersdorf

    Begehung der neuen Immanuel Klinik
    Begutachtung eines neuen Patientenzimmers
    Zur Einweihung des Immanuel Klinik-Neubaus spielt eine Bergkapelle.

    Der Neubau der Immanuel Klinik Rüdersdorf wird feierlich eingeweiht. Über einen Krankenhausneubau in Rüdersdorf bei Berlin diskutierten nach 1992 weder die Krankenhausleitung noch die Verantwortlichen im Land Brandenburg.

    Die verschiedenen Baumaßnahmen hier am Standort in den Jahren 1997 bis 2004 entsprachen einer Zielplanung, die als letzte große Maßnahme eine komplette Modernisierung des Bettenhauses und des Funktionstraktes vorsah. So wurden stufenweise die wichtigen Baumaßnahmen geplant, beantragt und gefördert.

    Erst durch die Erfahrungen während der Baumaßnahme für das Psychiatriegebäude kamen Zweifel an der weiteren Zielplanung auf. Bei der Umbau- und Modernisierungsmaßnahme waren die Verantwortlichen wiederholt mit unplanbaren und unkalkulierbaren Bauproblemen konfrontiert.

    Das führte dazu, dass die geplante Bauzeit und die kalkulierten Baukosten nicht eingehalten werden konnten. Daraus resultierende bautechnische und wirtschaftliche Bedenken stellten die bis dahin gültige Zielplanung in Frage.

    Denn es war berechtigt davon auszugehen, dass sich die beim Psychiatriegebäude gewonnenen Erfahrungen wesentlich umfangreicher bei der Modernisierung des Bettenhauses und des Funktionstraktes wiederholen würden.

    Das Ergebnis eines mit diesen Fragestellungen speziell in Auftrag gegebenen Gutachtens machte deutlich, dass eine Umbau- und Modernisierungsmaßnahme bei laufendem Krankenhausbetrieb mit erheblichen Problemen und zusätzlichen Kosten belastet wäre.

    Das Ergebnis des Gutachtens besagte weiter, dass die Kosten für einen Neubau nicht höher werden als die Kosten für eine umfassende  Modernisierung. Des Weiteren bestätigte die Begutachtung, dass ein Neubau selbstverständlich mehr als es bei einem Umbau möglich ist, den Anforderungen einer modernen und zeitgerechten Krankenhausorganisation entsprechen kann.

    Das Gutachten und die zuvor bei der Modernisierung der anderen Gebäude gewonnenen Erfahrungen führten zu ersten Überlegungen und Planungen für einen Krankenhausneubau in Rüdersdorf. Keine einfache Aufgabenstellung: Denn mit der Planungsfreigabe mussten die Anforderungen an eine bis ins letzte Detail optimierte Organisation der medizinischen Aufgaben und der logistischen Herausforderungen, speziell in Bezug zu den eingangs genannten Bestandsgebäuden, definiert werden. In diesem Zusammenhang wurden nun auch erstmals Kriterien für eine zeitgemäße und patientengerechte Raum- und Einrichtungskonzeption formuliert. 

    Ein Projektteam – bestehend aus Mitgliedern der Krankenhausleitung und ausgewählten, gut vernetzten Mitarbeitern mit Spezialfunktionen – arbeitete mit dem Architekturbüro Bargon + Partner, Berlin, bereits in der Vorplanungsphase zusammen. Gemeinsam entwickelten sie ein überzeugendes Konzept für einen Krankenhausneubau, der wegeoptimierte Verbindungen mit und zwischen den bestehenden und in die Gesamtnutzung zu integrierenden Gebäuden besitzt.

    Herzstück dieses Konzeptes war der Neubaukomplex mit Bettenhaus für 287 Patienten und einem Funktionstrakt. Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen sowie das Ministerium für Finanzen des Landes Brandenburg genehmigten daraufhin den Krankenhausersatzneubau im
    September 2004.

    Sehen Sie die Errichtung der Immanuel Klinik Rüdersdorf im Zeitraffer auf dem YouTube Kanal der Immanuel Diakonie

     
  • 17 Februar 2011
     

    Tagesklinik für Naturheilkunde und naturheilkundliche Onkologie eröffnet

    Die Tagesklinik für Naturheilkunde und die Tagesklinik naturheilkundliche Onkologie werden am 16. Februar 2011 im Immanuel Krankenhaus Berlin am Standort Wannsee eröffnet.

    Am 16. Februar 2001 werden die neuen Räume der Tagesklinik am Immanuel Krankenhaus Berlin, Standort Wannsee, im Beisein der Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher eingeweiht. Der Umbau der Räumlichkeiten wurde vom Senat mit 1,2 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket gefördert.

    Die Tagesklinik für Naturheilkunde und naturheilkundliche Onkologie bietet mit einem vielfältigen Trainingsprogramm Unterstützung im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe. Das Behandlungskonzept basiert auf Programmen der so genannten Mind-Body Medizin (MBM).

    Unter anderem wird hier Patienten mit rheumatischen Erkranungen, chronischen Schmerzen, Bluthochdruck, Diabetes mellitus und chronischen Herz- Kreislauferkrankungen geholfen. Das Therapieangebot der Tagesklinik naturheilkundliche Onkologie möchte Menschen die an Krebs erkrankt sind, Wege aufzeigen, der Erkrankung selbst, den Nebenwirkungen einer Chemo-, Strahlen- oder Hormontherapie sowie weiteren Begleiterscheinungen wie Fatigue oder Depression gestärkter und ressourcenvoller begegnen zu können.

     
  • 10 Dezember 2011
     

    Jubiläum Naturheilkunde

    60 Jahre Naturheilkunde in Berlin – 10 Jahre klinische Naturheilkunde im Immanuel Krankenhaus Berlin

    Die Ärztegesellschaft für Naturheilverfahren und die Klinik für Naturheilkunde in Berlin begehen im Dezember 2011 jeweils ihren 60. Geburtstag. Zur gleichen Zeit feiert die klinische Abteilung der Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin nach einer wechselvollen und nicht immer leichten Geschichte ihr 10-jähriges Bestehen an ihrem endgültigen Standort. 20 Jahre dagegen sind vergangen, seit dem das erste Mal die Weiterbildungskurse „Naturheiltage Berlin” veranstaltet wurden.

    Aus diesem feierlichen Anlass findet am 10. Dezember 2011 ein Symposium mit Fachvorträgen zum neueren Stand des Wissens und der Praxis sowie der Rahmenbedingungen des ärztlichen Handelns statt. Aus den Beiträgen der geladenen Experten wird deutlich, dass sich die Naturheilkunde in den vergangenen 20 Jahren von einem manchmal belächelten Exoten-Dasein zu einem festen Bestandteil der gegenwärtigen Medizin emanzipiert hat.

     
  • 15 April 2012
     

    Auszeichnung für das Gemeinschaftsprojekt "Das Beste aus zwei Welten"

    Das Immanuel Krankenhaus Berlin und die Techniker Krankenkasse werden von der Financial Times Deutschland für ihr Behandlungsmodell zu rheumatoider Arthritis ausgezeichnet.

    Die Financial Times zeichnet unter dem Titel „Ideenpark Gesundheitswirtschaft“ die fortschrittlichsten Projekte der Gesundheitswirtschaft aus. Die Techniker Krankenkasse und das Immanuel Krankenhaus Berlin überzeugten die Jury im diesjährigen Wettbewerb mit einem innovativen Ansatz bei der Behandlung von rheumatoider Arthritis, einer entzündlichen Erkrankung, die trotz stetiger Forschritte in der Rheumaforschung bis heute unheilbar ist.

    Für die Betroffenen von rheumatoider Arthritis sind Schmerzen, zunehmende Funktionsstörungen und letztlich der Verlust der Mobilität häufig schwere Langzeitfolgen. Das Gemeinschaftsprojekt des Immanuel Krankenhauses Berlin und der Techniker Krankenkasse bietet nun einen neuen Behandlungsansatz: Statt allein auf die schulmedizinische Therapie zu setzen, erhalten Patienten in Berlin und Brandenburg seit dem 1. Januar 2012 auch wissenschaftlich basierte naturheilkundliche und alternative Behandlungsmethoden, wie Ordnungs- oder Blutegel-Therapie. Ziel ist es, die Schmerzen um die Hälfte zu verringern und Klinikaufenthalte zu verkürzen oder gar ganz zu vermeiden.

    Die Financial Times würdigt mit ihrer Preisvergabe an das Immanuel Krankenhauses Berlin und die Techniker Krankenkasse nicht nur die Wirksamkeit, sondern auch die Nachhaltigkeit des Projektes, das den bezeichnenden Titel "Das Beste aus zwei Welten" trägt.

     
  • 22 September 2012
     

    Eröffnung des Onkologischen Versorgungszentrums Märkisch-Oderland

    Dr. med. Kerstin Stahlhut ist die Leitende Ärztin des neueröffneten Onkologischen Versorgungszentrums.

    Am 22. September 2012 wird das Onkologische Versorgungszentrum eröffnet. Krebs ist eine Diagnose, die bei vielen Betroffenen Gefühle wie Angst und Hilflosigkeit auslöst. Die umfangreiche Diagnostik, die zahlreichen, auch invasiven, Therapien und die Entscheidung für unterstützende therapeutische Maßnahmen führen leicht zu einer Überforderung. Die Immanuel Diakonie und ihre Partner haben mit dem Onkologischen Versorgungszentrum Märkisch-Oderland ein multiprofessionelles Netzwerk aufgebaut, das Patienten von der Diagnose ihrer Krebserkrankung über deren Therapie und Rehabilitation bis hin zur Betreuung in fortgeschrittenen (palliativen) Stadien begleitet.

     

     

     
  • 05 Oktober 2012
     

    Psychiatrische Institutsambulanz und Tagesklinik in Strausberg nun unter einem Dach

    In Strausberg sind nun die Psychiatrische Tagesklinik sowie die Psychiatrische Institutsambulanz gemeinsam in einem Gebäude untergebracht.

    Dr. Ines Breuel, Oberärztin für den Standort Strausberg und seit 10 Jahren in der Immanuel Klinik Rüdersdorf tätig, freut sich über die neuen, hellen Räume, in denen die Psychiatrische Tagesklinik in Strausberg jetzt untergebracht ist. Und auch über die Zusammenführung der Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) und der Tagesklinik in einem Gebäude.

    Die beiden Tageskliniken der Abteilung Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der Immanuel Klinik Rüdersdorf in Strausberg und Fürstenwalde sind für 220.000 Einwohner in den Landkreisen Märkisch-Oderland und Oder-Spree da.

    Individuellere Behandlungsmethoden für psychisch Erkrankte

    Früher gab es häufig sehr lange Behandlungszeiträume für Menschen mit einer psychischen Erkrankung. Seit Mitte der 1990iger Jahre geht man durch die Einrichtung von Tageskliniken jedoch mehr und mehr dazu über, Patientinnen und Patienten teilstationär und ambulant zu behandeln. Die Vorteile dabei sind: Der Erkrankte bleibt in seinem häuslichen Umfeld und die Behandlungen können dadurch finanziell günstiger gestaltet werden.

    Wachsende Zahl psychotherapeutischer Behandlungen

    Ein Behandlungszeitraum in der Tagesklinik dauert 6 bis 8 Wochen. Bis zu 15 Patienten kommen von Montag bis Freitag jeweils von 7:30 Uhr bis 16:00 Uhr in die Tagesklinik in Strausberg in der Großen Straße 38. Mit jedem von ihnen ist ein individueller Behandlungsvertrag abgeschlossen worden, der ein individuelles Behandlungskonzept beinhaltet.

    In früheren Jahren wurden in der psychiatrischen Abteilung vorwiegend chronisch an Psychosen erkrankte Menschen behandelt, heute benötigen dagegen immer mehr Patienten eine psychotherapeutische Behandlung. Auch durch den Druck einer Hochleistungsgesellschaft, den Wegfall gewachsener Familienstrukturen und deren Kompensationsmöglichkeiten sowie die allgemeine Tendenz zur Individualisierung, steigt die Zahl an Patienten, die psychiatrische oder psychotherapeutische Hilfe benötigen.

    Dem trägt die Verbindung von Psychiatrischer Institutsambulanz und Tagesklinik unter einem Dach Rechnung. Ein Team behandelt in beiden Einrichtungen und ermöglicht eine Beziehungskonstanz, die sich positiv auf den Behandlungserfolg auswirkt.

    Möglichst viel häusliches Umfeld erhalten

    Auch die Mitarbeiter der PIA tragen dazu bei, das häusliche Umfeld zu erhalten, in dem sie Hausbesuche anbieten. Die ambulante und teilstationäre Behandlung der Tagesklinik eignet sich besonders für die Vor- und Nachbereitung von klinischen Aufenthalten. Dadurch werden klinische Behandlungszeiten verkürzt und der Hospitalisierung psychisch Erkrankter vorgebeugt.

    Das Team am Standort Strausberg besteht aus Ärzten, Psychotherapeuten, Ergotherapeuten, (Fach-)Krankenschwestern und medizinischen Fachangestellten sowie einem Mitarbeiter des Sozial-psychiatrischen Dienstes.

    Neues Haus mit neuen Möglichkeiten: Zentrum für Tagesmedizin

    Das alte Haus in der Fontanestraße, in dem die Tagesklinik bisher untergebracht war, lag zwar idyllisch am Straussee. Das Gebäude aus den 1950iger Jahren war allerdings dunkel und baulich nicht geeignet, um den wachsenden Anforderungen an den Betrieb der Tagesklinik Rechnung zu tragen.

    In der Großen Straße entsteht dagegen in einem hellen, modernen Gebäude jetzt ein ganzes Gesundheitszentrum. Zur ersten Ausbaustufe gehört neben der psychiatrisch-psychotherapeutischen Tagesklinik und PIA eine gerontopsychiatrische Tagesklinik, deren Träger das Krankenhaus Woltersdorf ist. Außerdem ist geplant Beratungsbüros der Alzheimer Gesellschaft sowie des Vereins „Lebensmut“ im selben Gebäude einzurichten. Das entstehende psychosoziale Zentrum für Tagesmedizin wird ergänzt durch eine Internistische Hausarzt- und Radiologie-Praxis sowie eine physiotherapeutische Praxis.

    Vorteilhaft für alle Patienten und Klienten des Zentrums wird sicher die verkehrsgünstige und zentrale Lage des neuen Gesundheitszentrums an der Ecke Große Straße/Klosterstraße in Strausberg sein.

     
  • 23 November 2012
     

    Ayurveda-Symposium „AyurVision“ in Berlin

    Die Charité Stiftungsprofessur für klinische Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin organisiert das erste Symposium zu Ayurveda mit hochrangigen Experten aus Wissenschaft, Praxis und Gesundheitspolitik.

    Bei der "AyurVision" am 23. November 2012 findet erstmalig in Deutschland eine Verlinkung von medizinischer Wissenschaft, ärztlicher Praxis, gesundheitspolitischem Diskurs und ökonomischen Aspekten mit direkter Bezugnahme zur Traditionellen Indischen Medizin Ayurveda statt. Organisiert wird das Symposium von der Charité Stiftungsprofessur für klinische Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin.

    Über 150 Mediziner und Fach-Referenten aus Deutschland und Indien treffen sich am 23. November 2012 in der Indischen Botschaft, um über Bedeutung und Visionen von/für Ayurveda in Deutschland und Europa im 21. Jahrhundert zu diskutieren. Die Veranstalter der zertifizierten ärztlichen Fortbildung, Prof. Dr. med. Andreas Michalsen und Dr. med. Christian Kessler, rufen damit ein „nationales Gipfeltreffen“ für die Traditionelle Indische Medizin ins Leben.

    Das insgesamt elfstündige Symposium ist der Startschuss für eine großflächige ärztliche Vernetzung im Bereich Ayurveda und damit auch wichtiger Grundstein für die seriöse Entwicklung ärztlich geführter Ayurveda-Medizin in Deutschland.

     
  • 09 Dezember 2012
     

    VegMed Ärztekongress zu vegetarischer Ernährung und Medizin

    Als europaweit erste wissenschaftliche Fachkonferenz zu vegetarischer Ernährung in der Gesundheitsversorgung findet am 9. Dezember 2012 die VegMed statt.

    Der erste "VegMed" Kongress am 9. Dezember 2012 in Berlin präsentiert neue Forschungsergebnisse zur Rolle pflanzlicher Ernährung in der Medizin und stellt Möglichkeiten einer rein vegetarischen Kost vor. Der Kongress richtet sich vor allem an Ärzte, Diätassistenten, Gesundheitsberater und Ernährungswissenschaftler. Veranstalter sind die Charité Hochschulambulanz für Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin in Zusammenarbeit mit dem Vegetarierbund Deutschland (VEBU) und der Carstens-Stiftung.

    Ziel der VegMed ist es über den Nutzen vegetarischer Ernährung für die Prävention und Behandlung der häufigsten Zivilisationskrankheiten zu informieren. Für diese Aufgabe sollen Ärzte und Gesundheitsberater zu einer engen Zusammenarbeit angeregt werden. Auf diese Weise leistet der Kongress einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse, um gängige Vorurteile über Vegetarismus auszuräumen und Perspektiven für die ärztliche Praxis schaffen.

     
  • 01 Oktober 2013
     

    Prof. Dr. Joachim Schindler wird Berater der Immanuel Diakonie GmbH

    Kuratoriumsmitglied Prof. Dr. Joachim Schindler verstärkt die Kompetenzen in der Immanuel Diakonie als Berater der Holding in Berlin.

    Seit dem 1. Oktober 2013 unterstützt Prof. Dr. Joachim Schindler die Kompetenz der Immanuel Diakonie als Berater. Der erfahrene Steuerberater und Wirtschaftsprüfer ist seit 2011 Kuratoriumsmitglied der Immanuel Diakonie GmbH. Gleichzeitig ist er Honorarprofessor an der FU Berlin im FACTS-Department Unternehmensrechnung und Wirtschaftsprüfung.

    Mit der Unterstützung von Prof. Schindler erhält die Immanuel Diakonie Zugang zu einer eindrucksvollen Fachexpertise zur Sicherung einer gesunden Wirtschaftskraft, um den diakonischen Auftrag sach- und menschengerecht zu erfüllen. Er ist persönlich seit vielen Jahren mit den baptisten.schöneberg verbunden und bringt eine langjährige Erfahrung als Berater und Funktionsträger in mittelständischen Unternehmen bis zu internationalen DAX Konzernen mit.

     
  • 04 Oktober 2013
     

    6. Europäischer Kongress für Integrative Medizin

    Prof. Dr. Andreas Michalsen und Dr. med. Christian Kessler beim 6. Europäischen Kongress für Integrative Medizin

    Am 4. und 5. Oktober 2013 findet gemeinsam mit dem "5. Deutschen Kongress für Integrative Medizin" der "6. Europäische Kongress für Integrative Medizin" unter dem Motto "Die Zukunft guter Patientenversorgung" auf dem Campus der Charité-Universitätsmedizin Berlin statt.

    Prof. Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt der Abteilung für Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin, ist einer der drei Kongresspräsidenten und leitet unter anderem die Workshops zu Rheumatoider Arthritis und Psychischer Gesundheit. Dr. med. Christian Kessler, Funktionsoberarzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Abteilung für Naturheilkunde, hat den Vorsitz in den Symposien zu den Themen "Fibromyalgie" und "Professionalizing Ayurveda: Global Perspectives".

    Integrative Medizin beschreibt einen Behandlungsansatz, welcher die traditionelle Schulmedizin mit komplementärmedizinischen Komponenten verbindet. Der Kongress bietet Ärzten, Wissenschaftlern, Studenten und Gesundheitspolitikern eine Plattform des Austausches und ist mittlerweile das europaweit wichtigste Forum seiner Art. Er regt aktiv zum weiteren Ausbau der Integrativen Medizin, zur interdispziplinären Zusammenarbeit und zum Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis für eine optimale Patientenversorgung an.

     
  • 01 Februar 2014
     

    Eröffnung der ersten psychiatrischen Akuttagesklinik im Land Brandenburg

    Im Februar 2014 eröffnet die erste psychiatrische Akuttagesklinik in Brandenburg in den Räumen der Poliklinik Rüdersdorf.

    Das neue Angebot der Abteilung Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der Immanuel Klinik Rüdersdorf richtet sich insbesondere an schwer psychisch Kranke und an Menschen in akuten Krisensituationen.

    Die Tagesklinik ist an sieben Tagen der Woche sowie an Feiertagen geöffnet. Die Behandlung erfolgt durch ein multiprofessionelles Team bestehend aus Ärzten, Krankenschwestern, Psychologen, Sozialarbeitern, Ergo-, Physio- und Musiktherapeuten. Diagnostisch stehen alle Möglichkeiten der Immanuel Klinik Rüdersdorf, einem Krankenhaus der Akut- und Regelversorgung zur Verfügung.

     
  • 28 Oktober 2014
     

    Gründung der Medizinischen Hochschule Brandenburg

    Am 28. Oktober 2014 wurde die Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane offiziell gegründet.

    Die Gründungsurkunde der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane wurde am 28. Oktober 2014 unterzeichnet.

    Die MHB bereichert die Region Brandenburg um weitere Forschungs- und Wissenschaftsmöglichkeiten und schließt eine Lücke in der deutschen Studienlandschaft: Nun ist es in allen Flächenbundesländern möglich, ein Medizinstudium zu absolvieren.

    Die Immanuel Diakonie GmbH ist mit zwei ihrer Einrichtungen, der Immanuel Klinik Rüdersdorf und dem Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg, in der Region bereits fest etabliert und tritt unter anderen als Gesellschafter der MHB auf.

    Prof. Dr. Dieter Nürnberg wurde zum ersten Dekan der MHB ernannt. Ihm stehen der Prodekan für Studium und Lehre, Prof. Dr. Wilfried Pommerien, und der Prodekan für Forschung und Wissenschaft, Prof. Dr. René Mantke, unterstützend zur Seite.

    Die ersten Studiengänge für Humanmedizin und Psychologie beginnen mit dem Sommersemester 2015.

     
  • 08 November 2014
     

    Neues Hybrid-Katheterlabor im Herzzentrum Brandenburg

    Beim 22. Tag des Herzzentrums am 8. November 2014 wurde der 4. neu eingerichtete Herzkathetermessplatz/Hybrid-OP vorgestellt.

    Die technische Ausstattung der Herzkatheterlabore im Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg basiert auf innovativen Konzepten und wurde sukzessive nach modernsten Standards ausgewählt und erweitert. Im Rahmen des 22. Tag des Herzzentrums am 8. November 2014 wurde der 4. neu errichtete Herzkathetermessplatz und Hybrid-OP vorgestellt.

    Dieser bietet die Möglichkeit von Simultaneingriffen aller verfügbaren Fachrichtungen. Kardiologie und Herzchirurgie arbeiten hier Hand in Hand und profitieren von der flexibel einsetzbaren, bildgebenden Überwachungstechnik. So können die Risiken bei schwierigen Eingriffen erheblich minimiert werden. Oft bleibt den Patienten dadurch sogar ein zweiter Eingriff erspart.

     
  • 24 Februar 2015
     

    Neue Gesellschafter für die Einrichtungen der Immanuel Diakonie in Österreich

    Am 24. Februar 2015 hat die Immanuel Diakonie GmbH ihre Einrichtungen in Österreich rückwirkend zum 1. Januar 2015 in neue und gleichzeitig bewährte Hände übergeben.

    Seit 2006 war die Immanuel Diakonie Träger der Miteinander leben - Organisation für betreutes Wohnen GmbH, die mit rund 40 Beschäftigten an 17 Standorten in der Steiermark in Österreich die optimale Betreuung von ca. 230 Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen sichert.

    Die Immanuel Diakonie hat in den Gründungsjahren den notwendigen strategischen Rückhalt gegeben und zum kontinuierlichen Wachstum der 2005 gegründeten gemeinnützigen Gesellschaft beigetragen. Aus der Gewissheit, dass die inhaltliche wie finanzielle Eigenständigkeit gesichert ist, haben sich Geschäftsführung und Kuratorium der Immanuel Diakonie entschlossen, die "Fernbeziehung" Berlin/Graz konstruktiv zu beenden.

    Am 24. Februar 2015 wurde in Graz der Kaufvertrag zwischen der Immanuel Diakonie GmbH und dem neuen Träger, der PA Senioren Projektentwicklung & Service GmbH, mit Elke Merl, der langjährigen Geschäftsführerin der Miteinander Leben GmbH, unterzeichnet.

     
  • 01 März 2015
     

    Sanierung des Bettenhauses

    Eine Patientin beim Zeitungslesen in einem der neuen gemütlichen Komfortzimmer im Immanuel Krankenhaus Berlin.

    Im Immanuel Krankenhaus Berlin am Standort Wannsee ist der erste Teil der Sanierung des Bettenhauses abgeschlossen.

    Die Patientenzimmer wurden komplett neu gestaltet, ohne auf die notwendige Funktionalität eines Patientenzimmers zu verzichten. Ein ansprechendes Farb- und Beleuchtungskonzept schafft eine gemütliche Atmosphäre, großzügige Schränke, mit einem einfach zu bedienenden Hotelsafe, bieten genügend Stauraum.

    Zusätzlich wird in jedes neue Patientenzimmer ein Bad mit eigener Dusche und Toilette integriert. Weiter steht ein Patienten-Terminal zur Verfügung, über das nicht nur die Bedienung von Fernsehen und Radio, sondern auch das Internet und Telefon sowie die Licht- und Heizungssteuerung vom Bett aus erfolgen kann.

    Die neuen Komfortzimmer stehen allen Fachabteilungen des Krankenhauses zur Verfügung. Die Umgestaltung der Patientenzimmer ist der erste Teil von Umbaumaßnahmen am Bettenhaus des Immanuel Krankenhauses Berlin.

     
 
 
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